1998 Das Vermietungskonzept wird geändert

Für uns stand fest, wir wollten keine festen Mieter mehr, zumal in dieser Zeit überall neue innerstädtische Wohnungen entstanden, die den Bedarf an Wohnungen nicht nur abdeckten, sondern auch zunehmend zu Leerstand führten. Aber der Tourismus begann zu boomen.

Da Marianne geplant hatte, in Kiebitzbruch eine Yogaschule und ein Zentrum für Chinesische Medizin aufzubauen, sollte der Schwerpunkt vorerst die Vermietung an eigenständige Yoga- und Meditationsgruppen sein. Diese Gruppen konnten die komplette Dachetage und das Obergeschoss anmieten. Ihnen stand der Yoga- und Meditationsraum für Ihre Arbeit zur Verfügung. Sie konnten sich entweder in der Küche der FeWo Augusta selbst versorgen oder die Möglichkeit nutzen, die Räume mit vegetarischer Vollverpflegung zu buchen. Die Mahlzeiten wurden bei Naegelsbachs im Küchenbereich zubereitet und auch dort im Esszimmer eingenommen.

In der Hauptsaison hatten wir vor, die Wohnung von Augusta Naegelsbach frisch renoviert als Ferienwohnung anbieten.

Die Räume im Dach konnten in den Ferien auch mit bis zu 2 Personen als offenes Apartment gebucht werden.

Die Einlieger-Wohnung im Erdgeschoß blieb erst einmal leer, da sie saniert werden musste, bevor sie für uns bewohnbar wurde und diente vorerst als Möbellager, für alle Erbstücke die noch der Verteilung harrten.
Für uns hieß es: Umziehen, die Dachetage räumen und erst einmal wenig privater Wohnbereich, der nun auf die Zimmer von Marianne und H-Hasso, einem Büro und dem Esszimmer-/Küchenraum -in dem auch noch die Verpflegung der Gruppen statt fand- zusammenschrumpfte. Da H-Hasso die Woche über in Berlin war, reichte der Platz erst einmal aus, bis wir uns sicher waren, dass sich dieses Vermietungskonzept bewährte.